Stufenübergreifende Projekte

Neben den inhaltlichen und altersbedingten Schwerpunkten in Unter- und Oberstufe gibt es aber auch mehrere Projekte, die stufenübergreifend gestaltet sind, um gemeinsames Lernen und damit soziale Ziele zu ermöglichen.

Lesehelden 

Schülerinnen und Schüler, die bereits mehrmalig beim Lesenlernen gescheitert sind, werden hier einzeln oder in Kleingruppen auf ihrem individuellen Leistungsstand gefördert. Aktuell nehmen 13 Kinder an diesem sogenannten basalen Lesetraining („IntraActPlus“) teil. Zusätzlich werden sie von zwei älteren Schülerinnen oder Schülern unterstützt, denn diese wiederholen mit jeweils einem jüngeren Lesehelden zweimal wöchentlich und ganz selbstständig die erarbeitete Trainingseinheit. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass Motivation und Durchhaltevermögen bei den lernenden Kindern durch diese Art der Unterstützung enorm wachsen.

Patenschaften

Ebenfalls zur Verbesserung des sozialen Klimas an unserer Schule und damit zur weiteren Förderung sozialer Verhaltensweisen wie Achtsamkeit, Verantwortungsbewusstsein und Respekt im gegenseitigen Miteinander wurden an unserer Schule verbindlich Patenschaften zwischen jüngeren und älteren Klassen eingeführt.
Bei gemeinsamen Aktivitäten können so persönliche Beziehungen zwischen den Schülerinnen und Schülern entstehen, von denen sowohl die Kleinen als auch die Größeren profitieren. So haben die Kleinen Ansprechpartner und Unterstützer während des Schulalltags, z.B. in der Pause oder bei Bastelaktionen. Sie verlieren dabei die Scheu vor den Älteren und erhalten so einen Gewinn an Sicherheit und Selbstbewusstsein. Die Älteren lernen Rücksicht im Umgang mit den Kleinen, dabei ihre eigenen Bedürfnisse zurück zu stellen und Verantwortung für ihr Patenkind zu übernehmen. Viele schöne gemeinsame Aktionen und Projekte zeigen, wie für alle Seiten gewinnbringend und erfreulich dieses verbindende Projekt funktioniert.

Trainingsraum

Jedes Kind hat das Recht, ungestört lernen zu dürfen!
Um störungsfreien Unterricht zu ermöglichen, steht daher für Schülerinnen und Schüler, denen es aus unterschiedlichsten Gründen nicht gelingt, sich zu konzentrieren und im Unterricht mitzuarbeiten, täglich für mehrere Stunden der Trainingsraum zur Verfügung. Dort können sie mit einer Lehrkraft oder Mitarbeiter/in aus der Schulsozialarbeit ihr Störverhalten und die Ursachen dafür aufarbeiten. Sie erstellen dort einen Rückkehrplan für die Klasse und schließen einen Vertrag, mit dem sie ihre Absicht erklären. Der Schüler bzw. die Schülerin wird so in  seiner/ihrer aktuellen Problemsituation nicht alleine gelassen, und die Klasse kann in der Zwischenzeit ungestört weiter arbeiten.

Schulhauswoche

Einmal im Jahr, meist im Mai, arbeiten alle Klassen – in der sogenannten Schulhauswoche – an Projekten zur Renovierung oder Verschönerung unseres Schulgebäudes mitsamt dem Außengelände. Die Schülerinnen und Schüler streichen die Wände ihres Klassenraumes oder befreien das Außengelände von Gestrüpp. Andere gestalten Flurwände oder putzen vernachlässigte Bereiche des Gebäudes. Alle fühlen sich so verantwortlich für die Schule und achten auch während des Schuljahres auf einen pfleglicheren Umgang.

 

KESch-Projekt

Seit Jahren nimmt unsere Schule auch am KESch-Projekt (Klimaschutz durch Energiesparen an Schulen) teil. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der GWM (Gebäudewirtschaft Mainz) durchgeführt. Eine Schülergruppe (aktuell die 7. Klasse) unterstützt die Schule beim Energiesparen, indem sie regelmäßige Kontrollen in den Klassen durchführt und dabei Temperatur, Licht und Wasser(-hähne) überprüft. Zum Ende der Kontrollphase werden die Ergebnisse ausgewertet und Klassen mit Geldzuwendungen belohnt. Außerdem kümmert sich diese Gruppe um alle weiteren Themen zur Förderung des Umweltbewusstseins und damit Nachhaltigkeit an der Schule. Inzwischen wurden im gesamten Treppenhaus, auch mit Hilfe der erarbeiteten finanziellen Unterstützung, die alten Leuchtröhren durch LED-Beleuchtung ersetzt. Des Weiteren wurden alle Klassen mit Behältern zur konsequenten Mülltrennung ausgestattet, notwendige weitere Müllcontainer bei der GWM beantragt oder die regelmäßige Sauberhaltung unserer Müllcontainerecke eingeführt. Zuletzt konnte die Klasse bei einem Besuch des Umweltbildungszentrums (UBZ) anschaulich erleben, wie Restmüll im Müllheizkraftwerk verbrannt und die daraus gewonnenen Energien weiter genutzt werden können.