Die Oberstufe

Berufsvorbereitung

Ab der 7. Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler Unterricht in dem Fach Arbeitslehre und damit erste Einblicke in das spätere Berufsleben. Um diese anschaulich und real zu vermittelt, werden in diesem Schuljahr  vermehrt Betriebsbesichtigungen durchgeführt. In den darauffolgenden Jahren können die Schülerinnen und Schüler dann erste Berufserfahrungen während mehrwöchiger Praktika in Betrieben ihrer Wahl sammeln. Sie lernen, dafür Bewerbungsschreiben und Lebensläufe zu schreiben und üben u.a. beim „Bewerbertag“, was in einem Vorstellungsgespräch von ihnen erwartet wird. Neben Unterstützung durch die Lehrkräfte bekommen die Lernenden auch Hilfen durch die an der Schule arbeitenden „Berufseinstiegsbegleiterinnen und Begleiter“. Hinzukommen zahlreiche Beratungsgespräche mit der Agentur für Arbeit, die ebenfalls helfen sollen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden und die richtige Berufswahl zu treffen.

Gegen Ende ihrer Schulzeit werden für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 sogenannte „Berufsorientierungstage“ organisiert, an denen sie die Möglichkeit haben, mehrere Tage an Berufsschulen zu hospitieren, um festzustellen, welche der Schulen für sie zur Fortsetzung ihrer Ausbildung in Frage kommen.

Des Weiteren arbeiten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe auch in „Schülerfirmen“, die an der Schule fest installiert sind und Gelegenheit geben, Berufsleben „nachzuspielen“. So gibt es:

  • einen Schülerkiosk (Klassen verkaufen selbst zubereitete Pausensnacks für die Schülerschaft)
  • den Bücherwurm (Verkauf von gespendeten Büchern)
  • einen DressShop (Secondhandkleidung gegen Spende)
  • ein Nähstudio und
  • eine Handwerker-AG (mit School-Bike, Fahrradreparatur)

Hinzukommt verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse die Mitwirkung an einem Sozial-projekt. Ziel ist, ihnen die Möglichkeit zu geben, anderen Menschen in Not ihre Unterstützung zu geben. Dafür ausgewählt wurde das Projekt HABITAT-HT. Dieses baut für Menschen auf Haiti, die nach dem großen Erdbeben 2010 ihr Zuhause verloren hatten, erdbebensichere Häuser. Durch den persönlichen Kontakt zu den Gründern dieses Projektes, der Familie Wittmer, werden die Schülerinnen und Schüler dann immer genau darüber informiert sein, wofür die Spendengelder genau verwendet wurden.

Nach dem 10. Schuljahr kann an unserer Schule der Abschluss der Allgemeinen Berufsreife erlangt werden. Schülerinnen und Schüler, die nach der 9. Klasse gehen, erhalten entsprechend den Abschluss der Besonderen Berufsreife.